Wie geht es unseren Bergen heute? Wie steht es um die Zukunft der Ökosysteme und der Gesellschaften aus, die dort leben?
Um diese Frage zu beantworten, hat eine Gruppe junger Fachleute und Freiwilliger zwischen 2019 und 2021 den gesamten „Sentiero Italia” (Wanderweg Italien) durchwandert und dokumentiert – ein roter Faden, welcher Region für Region die „Terre Alte” (Hochland) des ganzen Landes miteinander verbindet.
Auf 7.887 Kilometern stetigem Auf und Ab von Triest bis Sardinien begegnete die Gruppe einem Italien, das nach wie vor abseits der großen touristischen und wirtschaftlichen Routen liegt, und folglich teilweise vor der Abflachung durch die Globalisierung bewahrt wurde, gleichzeitig aber auch durch Entvölkerung und kulturelle wie soziale Isolation gezeichnet ist. Gleichzeitig erlebten die Reisenden hautnah die Auswirkungen der Klimakrise auf die Umwelt und die Berggemeinden.
Die von Rica Cerbarano kuratierte Ausstellung „Va’ Sentiero” zeigt die Fotos, welche Sara Furlanetto während dieser Wanderung gemacht hat. Die Ausstellung dokumentiert die Schönheit der Landschaften, aber auch die momentane Beschaffenheit der Berge und der Menschen, die dort leben, und zeugt von der Existenz eines Ökosystems, das manchmal vernachlässigt und wenig respektiert wird.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung werden die Initiatoren des Projekts, Sara Furlanetto und Yuri Basilicò, mit Laura Anninger – Journalistin, Expertin für Ökologie, Naturwissenschaften und Klimawandel und Autorin des kürzlich erschienenen Buches Schnee von morgen. Über das Skifahren in Zeiten des Klimawandels – über den Gesundheitszustand unserer Berge sprechen.
Eröffnung: Dienstag, 10. Februar, 18:30 Uhr. Im Anschluss daran ist ein Imbiss vorgesehen 🍹🍡
Die Gesprächsrunde findet auf Italienisch und Deutsch statt, mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Klicken Sie HIER, um sich anzumelden.
Die Ausstellung kann bis zum 27. März im Rahmen der Veranstaltungen des Instituts oder während der Öffnungszeiten besucht werden.
Bilder: Ristobar Panorama 3000 Glacier sul ghiacciaio del Presena (TN) / Casa nera a Prossenicco (UD) / Vita comunitaria all’azienda agricola Acquaviva (TP) / Anna Jahier storica rifugista a Usseaux, Val Chisone (TO) / Eremo Santa Maria Infra Saxa (AN) / Rifugio Viola Valdidentro (SO). Courtesy Va’ Sentiero