An welche weibliche Nebenfigur aus einem Film erinnern wir uns? War sie eine Sekretärin, eine Freundin, eine Lehrerin? Vielleicht war sie auch eine Mutter, eine Tochter? Hatte sie Text? Und wie klang ihre Stimme – falls sie überhaupt eine hatte?
Carolina Cappelli, Gewinnerin der ersten Ausgabe des Premio Vienna, bittet zur Erstpräsentation von B-MOVIES, einem Filmprojekt in Entwicklung, in dem es um weibliche Nebenfiguren und ihre (Neben-)Rolle auf der Leinwand geht. Ausgehend von einigen Schlüsselszenen führt die Künstlerin durch die Entstehung des Films und reflektiert dabei die Ontologie des Mediums sowie die Funktion von Geschlechterrollen innerhalb desGenres. Und dann nimmt der Film eine unerwartete Wendung…
Dabei spielt Carolina Cappelli, die für ihren trockenen Humor bekannt ist, mit Elementen unterschiedlicher Filmgenres. Ein Film mit unerwartetem Ausgang. Okay, B-MOVIES klingt jetzt vielleicht wie ein Projekt der US-Künstlerin Cindy Sherman, doch das ist keineswegs der Fall!
Carolina Cappelli ist eine italienische Performancekünstlerin, Filmemacherin und Kunstturn-Coach, die in Wien lebt. Sie studierte Film, audiovisuelle Medien, experimentelles Theater und darstellende Kunst an der Accademia di Belle Arti (Bologna), an der IUAV (Venedig) und am Mattatoio (Rom). Sie befasst sich mit der Hybridisierung von Schreiben, performativen und filmischen Praktiken und schafft so Werke, die den Kontext ihrer Entstehung hinterfragen. Carolina Cappelli arbeitete bereits mit Künstler*innen wie Markus Öhrn, Francesca Grilli, Bruce Nauman, Roberto Fassone und Alex Franz Zehetbauer zusammen. Sie ist Gewinnerin des Italian Council 2024 und des Premio Vienna für darstellende Kunst, der vom italienischen Kulturministerium und vom Italienischen Kulturinstitut Wien verliehen wird. 2025 nahm sie am PARASOL-Programm des Tanzquartier Wien teil.
Die Performance findet im studio brut (Zieglergasse 25, 1070 Wien) statt.
Weitere Informationen und Tickets finden Sie auf der Webseite von brut wien.
Foto: Paola Lesslhumer