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Andreas Wassermann | Der Partisan und der SS-Mann

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Anlässlich des italienischen Befreiungstags (25. April) stellt der Journalist und Essayist Andreas Wassermann sein Buch Der Partisan und der SS-Mann im Gespräch mit der Journalistin Aureliana Sorrento vor.

Das Buch erzählt zwei deutsch-italienische Biografien im 20. Jahrhundert, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Beide liebten Italien, die Lebensart, die Kultur, die Sprache, und waren ausgesprochen italophil. Außerdem waren beide schwul, was sie nicht offen ausleben konnten.
Doch der Historiker Eugen Dollmann (1900-1985) und der Literaturstudent Heinz Riedt (1919-1997) schlugen im Zweiten Weltkrieg diametral verschiedene Richtungen ein: Dollmann war einer der höchsten SS-Offiziere im besetzten Italien, Riedt Antifaschist und Partisan.

Der Autor begibt sich auf Spurensuche in Italien und Deutschland und erzählt auch die Nachkriegsgeschichte im geteilten Deutschland. Dollmann, der „Dolmetscher der Diktatoren“, blieb in der Bundesrepublik unbehelligt und biederte sich den Geheimdiensten an. Riedt lebte bis zum Mauerbau in der DDR, übersetzte u. a. Primo Levis Buch Ist das ein Mensch? und verbrachte seine letzten Lebensjahre auf Procida.

Das Gespräch findet Deutsch statt, mit Übersetzung ins Italienische.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Klicken Sie HIER, um sich anzumelden.

Andreas Wassermann, 1962 geboren in Memmingen und aufgewachsen in Ulm, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften in Hamburg. 26 Jahre lang war er in Dresden, Frankfurt und Berlin Redakteur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Diverse investigative Recherchen führten ihn auch nach Italien. Wassermann wurde 2017 mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet.

Aureliana Sorrento ist vor allem als Feature-Autorin und Reporterin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterwegs. Kultur, Politik, Gesellschaft und Zeitgeschichte stehen im Fokus ihrer Recherchen. Seit 2024 lebt sie in Wien.

 

  • Organisiert von: Istituto Italiano di Cultura di Vienna