Über Federico Faggin sagte Bill Gates: „Bevor er kam, war das Silicon Valley nur ein Valley.“
Faggin, der international als Erfinder des Mikrochips und des Touchpads anerkannt ist, zählt zu den einflussreichsten italienischen Wissenschaftlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Derzeit widmet er sich der Lösung des sogenannten „hard problem of consciousness“, also das wissenschaftliche Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Bewusstseins.
Der Dokumentarfilm von Marcello Foa „Federico Faggin. Der Mann, der in die Zukunft sah“ zeichnet Faggins Karriere nach: von seinen Anfängen bei Olivetti, über seine Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, bis hin zu den Rechtsstreitigkeiten mit Intel und der Verleihung der Nationalen Medaille für Technologie und Innovation durch Präsident Obama. „Federico Faggin. Der Mann, der in die Zukunft sah“ wird von Patrizia Schiavo vorgestellt, der Verantwortlichen für den kulturellen Vertrieb des Dokumentarfilms.
Danach wird Federico Faggin einen Vortrag über die mögliche und notwendige Verbindung zwischen Wissenschaft und Spiritualität halten. Dabei wird er jene Ideen darlegen, mit welchen er sich auch in verschiedenen Publikationen befasst hat, die kürzlich ins Deutsche übersetzt wurden. „Wir halten die Realität für absurd, doch in Wahrheit ist es absurd, die Realität in unsere vorgefassten Vorstellungen zwängen zu wollen. Gerade durch die Erforschung der ‚Absurdität‘ der Quantenverschränkung, des freien Willens und des Bewusstseins – Phänomene, die die Physik nicht erklären kann – lassen sich Antworten finden.“ Am Ende ist eine Frage-und-Antwort-Runde vorgesehen.
Programm
18:00 Uhr: Präsentation und Vorführung des Dokumentarfilms „Federico Faggin. Der Mann, der die Zukunft sah“ (2025, 52’, Italienisch mit Englischen Untertiteln)
19:15 Uhr: Beginn des Vortrags
20:30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Die Veranstaltung findet auf Italienisch statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Klicken Sie HIER, um sich anzumelden.
Während der Veranstaltung werden Aufnahmen für den YouTube-Kanal des Instituts gemacht. Für weitere Informationen können Sie sich auch am Abend der Veranstaltung an das Personal des Instituts wenden.
Federico Faggin (* 1941 in Vicenza) ist ein italienischer Physiker, Erfinder und Unternehmer mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er war Projektleiter und Konstrukteur des Intel 4004, des weltweit ersten Mikroprozessors, sowie Entwickler der MOS-Technologie mit Silizium-Gate, die die Herstellung der für die Digitalisierung von Informationen wesentlichen Komponenten ermöglichte. 1986 war er Mitbegründer von Synaptics, einem Unternehmen, mit dem er die ersten Touchpads und Touchscreens entwickelte. 2010 erhielt er von Präsident Obama die Nationale Medaille für Technologie und Innovation für die Erfindung des Mikroprozessors. 2019 wurde ihm von Präsident Mattarella der Titel „Cavaliere di Gran Croce dell’Ordine al merito della Repubblica Italiana“ verliehen. Im Jahr 2011 gründete er die Federico and Elvia Faggin Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die sich der wissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins widmet.
Foto: Wikimedia Commons