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Was denkst du über Feminismus? Fotografinnen in Österreich und Italien

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Ausstellung kuratiert von Federica Muzzarelli und dem Kollektiv der Fotogalerie Wien.

Diese Ausstellung, die den Zeitraum von den 1960er Jahren bis heute abdeckt, beleuchtet die Fotografie als Mittel des Widerstands und der Selbstbehauptung innerhalb patriarchalischer Gesellschaftsstrukturen.
Ausgehend von zentralen Themenbereichen – wie dem Familienalbum, Geschlechtsidentität, Stereotypen, häuslichen Räumen, sozialen Rollen und Zensur – präsentieren die ausgestellten Werke das kulturelle Erbe und die Entwicklung des Bildes von Frauen in Italien und Österreich und sie bringen vernachlässigte Erzählungen ans Licht, fordern Sichtbarkeit ein und bieten alternative Denkweisen an.
Die Ausstellung spiegelt einen fortlaufenden Prozess des Hinterfragens und der Entwicklung neuer Visionen wider, durch den feministische Perspektiven die Grenzen der Fotografie immer wieder neu definieren.
Die Werke der italienischen Künstlerinnen aus der Sammlung Donata Pizzi stehen im Dialog mit den Werken der österreichischen Künstlerinnen und zwischen den beiden Ausstellungsorten.

Ausstellungsorte:
Italienisches Kulturinstitut (Öffnungszeiten finden Sie hier)
Fotogalerie Wien (Öffnungszeiten finden Sie hier)

Eröffnung (Montag, 22. Juni)
. 17–18 Uhr: Einlass im Italienischen Kulturinstitut
. 19 Uhr: Eröffnung in der Fotogalerie Wien mit einer Einführung von Carla Vordermayer
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausstellungsdauer
Von Dienstag, 23. Juni, bis Samstag, 18. Juli

Finissage (Samstag, 18. Juli, Italienisches Kulturinstitut)
. 19 Uhr, Einlass
. 20 Uhr, DJ-Set im Garten mit Lucia Kagramanyan (NTS Radio)
Für die Teilnahme an der Finissage ist eine Anmeldung erforderlich. Klicken Sie HIER, um sich anzumelden.
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Innenbereich des Instituts statt.

Ausstellende Künstlerinnen
Liliana Barchiesi (IT), Tomaso Binga (IT), Lisetta Carmi (IT), Martina Della Valle (IT), Julia Fuchs (AT), Lena Rosa Händle (AT), Maria Hahnenkamp (AT), Veronika Hösch (AT), Giulia Lacolutti (IT), Soli Kiani (AT), Jakob Lena Knebl (AT), Karin Mack (AT), Paola Mattioli (IT), Eva Schlegel (AT), Alessandra Spranzi (IT), Moira Zoitl (DE).

Federica Muzzarelli ist ordentliche Professorin am Fachbereich Kunst der Universität Bologna. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und hat Ausstellungen zu Themen wie „Fotografie als feministische Praxis und Form des Widerstands” oder „Körper und Aktion in der Fotografie von Frauen zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert” sowie zur „Entstehung der modernen Massenikone” kuratiert. Sie ist Hauptverantwortliche des PRIN-Projekts 2020 „Italienische feministische Fotografie. Identitätspolitik und Geschlechterstrategien“, das in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bologna, Parma und La Sapienza in Rom entstanden ist.

Die 1981 von Josef Wais gegründete Fotogalerie Wien ist ein unabhängiger Ausstellungsraum. Im Jahr 1982 begann eine Gruppe von sieben Fotokünstlern, Ausstellungen in den heutigen Räumlichkeiten der Fotogalerie Wien im Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) zu organisieren. Das Ziel war und ist bis heute, der zeitgenössischen Kunstfotografie, interdisziplinären Projekten und neuen Medien eine Plattform zu bieten. Ein wesentliches Merkmal der Galerie ist die kuratorische Tätigkeit: Der derzeit aus zehn Personen bestehende Arbeitsausschuss erarbeitet gemeinsam thematische Ausstellungen aus den zahlreichen eingegangenen Vorschlägen und Ideen.

Die Sammlung Donata Pizzi wurde mit dem Ziel gegründet, das Werk der bedeutendsten italienischen Fotografinnen von Mitte der 1960er Jahre bis heute zu fördern. Sie umfasst heute Werke von mehr als siebzig Künstlerinnen, von den Pionierarbeiten von Paola Agosti, Letizia Battaglia, Lisetta Carmi und Paola Mattioli bis hin zu den jüngsten Arbeiten von Marina Ballo Charmet, Silvia Camporesi, Gea Casolaro, Paola Di Bello, Marzia Migliora und vielen anderen. Durch die Vielfalt der behandelten Themen und ihren Wert als soziales Zeugnis schließt die Sammlung eine wichtige Lücke in der italienischen Fotolandschaft.

In Zusammenarbeit mit:
WUK
Stadt Wien
Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Collezione Donata Pizzi
FAF/Dipartimento delle Arti, Università di BolognaFondazione Sabe per l’arte
Cyberlab

Der italienische Teil dieses Projekts stützt sich auf die Ausstellung “Fotografia e femminismi. Storie e immagini dalla Collezione Donata Pizzi” (“Fotografie und Feminismus. Geschichten und Bilder aus der Sammlung Donata Pizzi“), die vom 5. Oktober bis zum 15. Dezember 2024 in der Fondazione Sabe per l’arte in Ravenna in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe FAF des Fachbereichs Kunst der Universität Bologna zu sehen ist.

Foto: Paola Mattioli, Cosa ne pensi del movimento femminista? (“Was hältst du von der feministischen Bewegung?“), 1974, Silbergelatineabzug, Spiegel, Karton mit Bleistiftbeschriftungen, Sammlung Donata Pizzi.

  • Organisiert von: Italienisches Kulturinstitut, Fotogalerie Wien