Anlässlich der Ausstellung „Was denkst du über Feminismus? Fotografinnen in Österreich und Italien“ erkundet der partizipative Workshop „Reframing the Gaze“ die feministische Bildgestaltung, Selbstdarstellung und kollektive Erzählung. Ausgehend von den in der Ausstellung gezeigten fotografischen Bildern – Selbstporträts, performative Gesten, Ironie, Ausblendung, Archivmaterial – sind die Teilnehmenden eingeladen, gemeinsam über ihre Beziehung zum Bild und zur Darstellung nachzudenken und zu experimentieren.
Die Teilnehmenden werden gebeten, drei persönliche Bilder mitzubringen: ein Selbstporträt, ein Bild, das sie als feministisch empfinden, und ein Bild, das sie nicht als feministisch empfinden. Die Bilder dienen als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Diskussion darüber, wie feministische Inhalte in unserer visuellen Kultur und unserer persönlichen Erfahrung konstruiert, wahrgenommen und abgelehnt werden – auch durch die Betrachtung der in der Ausstellung gezeigten Fotografien. Der zweite Teil des Workshops widmet sich der Beziehung zwischen Körper und Raum, der Blickrichtung und der Bewegung vom Rand ins Zentrum, und zwar anhand einiger einfacher performativer Übungen.
Informationen
Ort: Italienisches Kulturinstitut
Tag und Uhrzeit: Dienstag 7. Juli ab 18 Uhr
Dauer: 2 Stunden und 30 Minuten
Sprache: Englisch (bei Bedarf auch Italienisch und Grundkenntnisse in Deutsch)
Voraussetzungen: Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse erforderlich; jeder Teilnehmer*in wird gebeten, drei Bilder mitzubringen (siehe oben). Es wird empfohlen (ist aber nicht erforderlich), die Ausstellung an beiden Standorten besucht zu haben.
Der Workshop ist kostenlos und richtet sich an 10–15 FLINTA*-Personen jeden Alters, die sich für feministische Bildsprache, Selbstdarstellung und kollektive künstlerische Praktiken interessieren. Um sich anzumelden, bitte kontaktieren iicvienna@esteri.it
Carolina Cappelli ist eine italienische Performancekünstlerin, Filmemacherin und Kunstturn-Coach, die in Wien lebt. Sie studierte Film, audiovisuelle Medien, experimentelles Theater und darstellende Kunst an der Accademia di Belle Arti (Bologna), an der IUAV (Venedig) und am Mattatoio (Rom). Sie befasst sich mit der Hybridisierung von Schreiben, performativen und filmischen Praktiken und schafft so Werke, die den Kontext ihrer Entstehung hinterfragen. Carolina Cappelli arbeitete mit Künstler*innen wie Markus Öhrn, Francesca Grilli, Bruce Nauman, Roberto Fassone und Alex Franz Zehetbauer zusammen. Sie ist Gewinnerin des Italian Council 2024 und des Premio Vienna für darstellende Kunst, der von den italienischen Kultur- und Außenministerium und vom Italienischen Kulturinstitut Wien verliehen wird. 2025 nahm sie am PARASOL-Programm des Tanzquartier Wien teil. 2026 wurde ihre Performance B-MOVIES von studio brut präsentiert.
Foto: Neven Allgeier. Courtesy Carolina Cappelli.