Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Verbindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso humorvolles wie politisch brisantes Volksstück.
Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2
Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Datum: 15. Mai bis 21. Juni (12. Juni im Italienischen Kulturinstitut)
Sprache: Deutsch
Dauer: 60 Min.
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Ein gemeinsames Projekt von Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Volkstheater in den Bezirken
Regie Lina Majdalanie & Rabih Mroué Con Claudia Kottal, Augustin Groz Dramaturgie Julia Engelmayer Mitarbeit Kostüm Tina Schmitsberger Musikalische Arrangements Benjamin Wuthe Regieassistenz Jonas Endris, Sabrina Werner Produktions- und Tourneeleitung Barbara Luchner, Julia Pacher Produktionsassistenz Anna Hutter
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Foto: Apollonia Theresa Bitzan. Courtesy Wiener Festwochen.